Manchmal dauert es länger, bis ein Jugendtraum in Erfüllung
geht. So war es bei unserem Schwager, der in früher Jugend den
Wunsch hatte, irgendwann eine Safari zu besuchen. 50 Jahre später
war es dann soweit!
Nach einem Nachtflug nach Arusha starteten wir mit einem ruhigen
Tag zum akklimatisieren. Dann der erste Tag der Safari: Der Arusha
Nationalpark brachte die ersten Zebras, Büffel, Giraffen,
Wasserböcke…unerwartete Einblicke in Lebenssituationen der wilden
Tiere!
Dann ging es weiter und im Tarangire Nationalpark erwartete uns
Wildlife pur: Regenbogenfarbige Vögel, Massai-Giraffen vor
Baobab-Bäumen, Gazellen und natürlich hunderte von Elefanten.
Grosse stolze Bullen mit massigen Stosszähnen aber auch Herden mit
Jungtieren, ja sogar ein Neugeborenes. Viele Momentaufnahmen aus dem
Leben der Elefanten faszinierten uns sehr. Auch die Raubkatzen
versteckten sich nicht und wir konnten die Jagdtaktik eines
Löwenrudels hautnah erleben. Unvergessliche Momente! Bei der
Weiterfahrt konnten wir auch einen Einblick in das Leben der Menschen
von Tanzania erhaschen. Der Spaziergang zum Lake Manyara durch die
Felder der Einheimischen brachte uns Informationen über die
Landwirtschaft, zum Beispiel den Bananenanbau. Der Besuch eines
Massai-Dorfes warf Fragen auf: wäre ich als Ehefrau ebenfalls 10
Kühe wert?
Danach waren wir zurück in fantastischer Natur. Im Ndutu-Gebiet
schliefen wir im Zelt mit dem Grollen des nahen Löwenrudels ein.
Dennoch verwöhnte uns auch dieses Camp mit ausserordentlich gutem
Essen und überraschenden Pick-Nick-Paketen, wie übrigens auf der
ganzen Reise. Die Lake-Ndutu-Region faszinierte uns vor allem auf
Grund der durchziehenden Tier-Migration. Inmitten von abertausenden
Gnus und Zebras staunten wir nur noch über die Wunder der Natur. Wie
können alle diese Tiere hier genügend Futter finden? Unglaublich!
Auch kleine und kleinste Geheimnisse hat unser Guide uns nicht
vorenthalten: Dungkäfer machten sich an die Arbeit und verschiedene
Termitenarten arbeiteten an ihren Bauten. Dann wird es spannend, als
eine Gepardenmutter mit zwei halbwüchsigen Jungen sich an ein Opfer
anschleicht. Pech gehabt: die Beute ist schon wieder weg! Bei der
Fahrt entlang des Lake Masek spiegelten sich Flamingos und andere
Wasservögel im Wasser. Im Serengeti-Gebiet überraschten uns dann
wieder grössere Tiere: eine Gruppe Tüpfelhyänen spurtet im
gestreckten Galopp an uns vorbei. Etwas später sehen wir Geier und
Schakale, die sich über einen Kadaver hermachen, solange bis ein
Ohrengeier erscheint und den Fund für sich beansprucht. Natürlich
ziehen immer wieder Thomson- und Grant-Gazellen vorbei, vereinzelt
auch Elen-Antilopen und Topis.
Dann wieder grosse Wunder: Ein stolzer Löwenmann beobachtet uns
Auge in Auge und entscheidet sich schliesslich, sich im Schatten
unseres Autos auszuruhen. Einige Meter weiter vergnügt sich sein
Bruder mit einer rolligen Löwin. Auch ein Leopard zeigt sich stolz
auf dem Ast und lässt sich von den heranfahrenden Safari-Fahrzeugen
nicht stören. Wenige Kilometer weiter frisst eine Elefantenfamilie
mit einem einwöchigen Jungtier – was soll ich bloss mit diesem
Ding mitten im Gesicht anfangen? Auf dem Rückweg machten wir einen
kurzen Stopp in der Olduvai Gorge, um die Spuren der menschlichen
Vergangenheit zu suchen. Doch dann geht es schnell weiter in Richtung
Ngorongoro-Krater. Vorbei an den Dörfern der Massai und immer
wiederzwischen Zebras, Giraffen und Antilopen. Durch den Nebelwald
erreichen wir den Kraterrand des Ngorongoro-Kraters und sind
gespannt, ob wir wohl auch die Spitzmaulnashörner zu sehen bekommen.
Am nächsten Tag ist es soweit: zur frühen Morgenstunde sehen
wir Kaffernbüffel, Elefanten, Löwen und dann ganz nah: die
Nashörner. Die Rundfahrt im Krater zeigt noch vieles mehr:
Vogelschwärme, Flusspferde, Adler, Kronenkraniche, sogar eine
Riesentrappe stellt sein Brautgefieder zur Schau. Welch
unvergessliche Erinnerungen! Auf der Rückfahrt zum Flughafen nehmen
wir Abschied von den vielen wilden Tieren und unser Guide Dixon
ermöglicht uns ein spezielles Erlebnis: ein afrikanisches Barbecue.
Nach dem Flug nach Zanzibar erwartet uns tropische Hitze, aber
auch Palmen, weisser Traumstrand und azurblaues Wasser. Die Insel
hat einiges zu bieten: Schnorchel- und Tauchreviere, interessante
Touren durch die Spice-Plantagen oder eine geschichtsträchtige
Altstadt. Überraschende Momente erwarteten uns überall: oder wer
weiss schon, wie eine Muskatnuss oder ein Nelkenbaum aussieht? Die
Führung durch Stone Town führte uns zurück in die glorreichen
Zeiten von Zanzibar, auch wenn ein Teil des Reichtums dem
Sklavenhandel zu verdanken ist, faszinieren uns die wunderschönen
geschnitzten Türen. Auch der Besuch des Jozani Nationalparks lohnt
sich, vor allem wenn man einen Blick auf die einzigartigen Roten
Colobus Affen. Auch die Zeit in Zanzibar und an unserem Traumstrand
verging viel zu schnell!
Der Alltag hat uns wieder, doch die Wunschreise unseres Schwagers
lässt uns alle gerne an das Erlebte zurückdenken und weiterträumen.
Wer weiss, vielleicht sieht uns Tanzania ja bald wieder….
Montag, 16. September 2013
Donnerstag, 12. September 2013
Tourismus in Ägypten auf ewig in der Krise?
Der Tourismus in Ägypten ist seit langem ein wichtiger Wirtschaftsträger. Doch nun steckt er schwer in der Krise. Schon 2011 mit der Revolution, brach die Anzahl der Reisenden in den Keller. Der Tourismus in Ägypten hat sich seither zwar wieder etwas erholt, doch mit den derzeitigen Reisewarnungen ist die Katastrophe perfekt. Schreckensmeldungen von Terroranschlägen führten dazu, dass Reiseveranstalter Flüge annulieren. Die ägyptische Übergangsregierung hatte Mitte August die Protest-Camps der Anhänger des abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi aufgelöst und dadurch eine Explosion der Gewalt hervorgerufen. Das Ergebnis waren Reisewarnungen verschiedener Länder für ganz Ägypten, also erstmals auch für die Badeorte Hurghada und Sharm El Sheikh. Die Ausmasse der Krise des Tourismus in Ägypten werden einem erst richtig bewusst, wenn man hört, dass in den Touristenattraktionen, wie dem gewaltigen Abu Simbel-Tempel, an manchen Tagen nicht ein einziger Tourist erscheint. Hotels bieten ihre Zimmer mit Rabatten bis zu 50% an, um überhaupt einen kleinen Teil ihrer Kosten decken zu können. Viele Hotels im Süden der Halbinsel Sinai und in Hurghada haben bereits ihren Betrieb vorläufig eingestellt.
Im Rekordjahr 2010 reisten 14,7 Millionen Menschen ans Rote Meer, was den Tourismus in Ägypten zum boomen brachte. Er trug fast 15 % zum Bruttoinlandsprodukt bei und 13% aller Arbeitnehmer des Landes waren im Tourismus und verwandten Branchen beschäftigt. Dieser Wirtschftszweig wurde von der Regierung stets gefördert und sollte noch viel weiter ausgebaut werden. Mit der Krise seit 2011 verlor das Land wichtige Investoren, die sich für alternative Regionen wie Marokko entschieden. Für den Tourismus in Ägypten bedeutet dies verlorenes Geld - und das schon seit drei Jahren. Daraus resultierten auch weniger Reisende, die ihren Urlaub lieber woanders verbrachten. Doch was geschieht mit den Arbeitern? Auf Grund eines Gesetzes sind diese nicht so einfach kündbar, doch ist der Lohn in Ägypten so niedrig, dass die Arbeitnehmer von Trinkgeldern abhängig waren, die ja jetzt wegfallen. In Luxor hat der Tourismusverband bereits damit angefangen, junge Arbeiter der Branche mit Einmalzahlungen zu unterstützen. Ab wann der Tourismus in Ägypten wieder einen Aufschwung erleben wird, ist noch nicht ersichtlich. Die Reiseveranstalter wollen das Land zum Teil erst wieder Ende des Jahres anfliegen. Vor Ort in Ägypten hofft man stark auf die Wintersaison 2013/2014, denn zu diser Zeit ist in Ägypten normalerweise Hochbetrieb, da es keine Ausweichländer in der Nähe gibt.
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Mittwoch, 4. September 2013
Ägypten - Ein Traum aus 1001 Nacht
Im
Mai, noch bevor sich die politischen Unruhen in Ägypten zugespitzt
haben, begaben wir uns auf eine Reise durch das nordafrikanische
Land, das uns durch und durch positiv überraschte. Wir erlebten eine
bunte Mischung aus Strandurlaub, Wüstensafaris und Delfinschwimmen
und Erkundungstouren durch Städte wie Luxor und Hurghada.
Anreise und Einstimmen auf den Urlaub
Wir
erreichten Hurghada, unser zu Hause während unserer Ägypten-Reise,
mitten in der Nacht. Der Transfer zum Hotel ging jedoch schnell und
war super organisert. Müde von der Anreise bezogen wir schnell
unsere Zimmer. Erst am nächsten Morgen kam das Urlaubsfeeling so
richtig auf. Es waren angenehme 28 Grad und die Sonne schien mit
voller Kraft. Natürlich zog es uns am ersten Tag unserer
Ägypten-Reise zuerst einmal an den Strand. Da wir aber nicht die
ganzen zwei Wochen nur faul in der Sonne verbringen wollten, planten
wir mit unserer Reiseleitung ein paar Ausflüge, um das Land auch
wirklich kennen zu lernen.
Luxor: Ägypten wie man es sich vorstellt
Zuerst
verschlug es uns nach Luxor, eine beeindruckende Stadt, etwa 4
Stunden von Hurghada entfernt. Wir besichtigten imposante Tempel,
beeindruckende Bauwerke, machten eine Bootsfahrt auf dem Nil und
besuchten eine Alabaster Fabrik. Nachdem wir weltbekannte
Sehenswürdigketien wie das Tal der Könige, die Memnon Kolosse,
den Hatshepsut und den Karnak Tempel sahen, machten wir uns gegen
Abend wieder auf den Weg zurück ins Hotel.
Dieser
Tag unserer Ägypten-Reise war besonders anstrengend, aber sehr
interessant und lehrreich.
Delfine in freier Wildbahn erleben
Das
nächste Abenteur stand ein paar Tage später an. Mit einem Katamaran
fuhren wir vom Hafen Hurghada aufs offene Meer auf der Suche nach der
Delfinschule. Mit etwas Glück sollten wir nicht nur Delfine sehen,
sondern auch mit ihnen schwimmen können. Das Glück war auf unserer
Seite, so dass wir schon bald ganze Schwärme von Tümmlern
entdeckten. Einige zögerten nicht lange und sprangen mit ihrer
Schnorchelausrüstung ins Wasser. Wie machten insgesamt drei Stops,
bei denen man Tauchen oder einfach nur so im Meer planschen konnte.
Ein echtes Highlight unserer Ägypten-Reise!
Abenteuerlich Quad-Safaris auf den Spuren der Beduinen
Ägypten
hat auch einen großen Teil Wüste. Hier kann man als Urlauber
spannende Quad-Safaris unternehmen. Gesagt, getan: Früh am Morgen
machten wir uns auf den Weg, um der großen Mittagshitze zu entgehen.
Wir wurden sorgfältig eingewiesen und in verschiedene Gruppen
eingeteilt. Jeder bekam sein eigenes Quad. Mit hohem Tempo fuhren wir
zu einem Beduinen-Dorf, wo wir alles über das tägliche Leben dort
erfuhren. Auch der Rückweg zur Quad-Station war ein großer Spaß.
Glücklicherweise hatten wir Helme auf, denn es ist gar nicht so
einfach wie man denkt Kontrolle über ein Quad zu haben. Es braucht
Kraft, Geschick und Konzentration, um der Gruppe folgen zu können.
Wenn man es sich nicht zutraut allein zu fahren, ist es aber kein
Problem sich bei jemand anderem hinten drauf zu setzen. Alles in
allem war auch dieser Ausflug ein tolles Erlebnis während unserer
Ägypten-Reise.
Lockeres Ausklingen unserer Ägypten-Reise
Die
übrigen Tage verbrachten wir am Strand, Pool oder machten kleine
Ausflüge nach Downtown Hurghada, wo man viele tolle Trödelläden
und authentische Obst- und Gemüsemärkte vorfindet. Auch die
obligatorischen Souvenirläden fehlen natürlich nicht. Uns hat die
Ägypten-Reise großen Spaß gemacht und können es nur weiter
empfehlen. Hoffentlich macht es die politische Situation dort bald
wieder möglich!
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Montag, 2. September 2013
Fernab vom Tourismus: Wilde Tiere und tropische Natur in Gabun
Unsere Anreise starteten wir am Flughafen Frankfurt. Zu unserer großen Überraschung wurden wir in die komfortable
Bussiness Class upgegratet Damit hatten wir natürlich einen sehr angenehmer Flug und konnten uns auf unsere Reise freuen.
Wir wurden am Flughafen durch Chislain abgeholt, und ins Hotel transferiert. Nach unserem schweizer Maßstab entsprach es ungefähr 3 Sternen. Wir bekamen verschiedene Briefings, u.a. am Strand.
In den kommenden Tagen standen Rundreisen nach Lope und Mikongo an. Unser Reiseführer Chislain war sehr angenehme und nett, so dass das Ganze ein für uns ein Erfolg war. Insgesamt haben wir leider nur wenig Tiere und gar keine Gorillas gesehen. Natürlich gibt es dafür nie eine Garantie. Ansonsten war aber alles perfekt! Besonders unsere Rundreise nach Laongo blieb uns im Gedächtnis. Hektischer Abflug, da es Chaos mit den Flugtickets gab. Der Abflug fand 1 Stunde früher als geplant statt. Wir waren ja vorgewarnt, dass nicht alles klappen würde, also kein Problem. Schiffahrt und Safari sowie Logde in Laongo waren super.
Rückreise fand statt wie geplant, ohne Probleme. Wir wurden sogar wieder in Libreville in Empfang genommen und bis zum Einchecken begleitet.
Fazit: Eine sehr gute Organisation, nette Leute, keine Probleme. Gabon ist tourischtisch nicht ausgebaut, was wir ja wollten. Für Safaris und Tiere, würde ich aber Südafrika, Namibia und Botswana vorziehen.
Alles im allem, sind wir sehr zufrieden, aber haben leider keine Gorillas gesehen.
Wir wurden am Flughafen durch Chislain abgeholt, und ins Hotel transferiert. Nach unserem schweizer Maßstab entsprach es ungefähr 3 Sternen. Wir bekamen verschiedene Briefings, u.a. am Strand.
In den kommenden Tagen standen Rundreisen nach Lope und Mikongo an. Unser Reiseführer Chislain war sehr angenehme und nett, so dass das Ganze ein für uns ein Erfolg war. Insgesamt haben wir leider nur wenig Tiere und gar keine Gorillas gesehen. Natürlich gibt es dafür nie eine Garantie. Ansonsten war aber alles perfekt! Besonders unsere Rundreise nach Laongo blieb uns im Gedächtnis. Hektischer Abflug, da es Chaos mit den Flugtickets gab. Der Abflug fand 1 Stunde früher als geplant statt. Wir waren ja vorgewarnt, dass nicht alles klappen würde, also kein Problem. Schiffahrt und Safari sowie Logde in Laongo waren super.
Rückreise fand statt wie geplant, ohne Probleme. Wir wurden sogar wieder in Libreville in Empfang genommen und bis zum Einchecken begleitet.
Fazit: Eine sehr gute Organisation, nette Leute, keine Probleme. Gabon ist tourischtisch nicht ausgebaut, was wir ja wollten. Für Safaris und Tiere, würde ich aber Südafrika, Namibia und Botswana vorziehen.
Alles im allem, sind wir sehr zufrieden, aber haben leider keine Gorillas gesehen.
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Montag, 22. Juli 2013
Kapverden: Einige Eindrücke zu unserer Reise im April 2013
Allgemein
- Die geschichtliche Bedeutung
der Kap Verden hat uns beeindruckt: z.B. bedeutenderSklavenhandel u.a. in
Cidade Velha auf Santiago, Mindelo als wichtigen Stützpunkt für die
Schifffahrt im 19. Jahrhundert, Mindelo als Ausgangspunkt der ersten
Flugüberquerung nach Südamerika).
- Natürlich auch die sehr Sahara
mässige Landschaft (die Kap Verden sind für uns wie 10 Sahara-Splitter in Meer)
mit vereinzelten grünen "Oasen" wie z.B. Ribeira da Paùl;
- die freundlichen und
arbeitsamen Menschen.
- Das Land ist recht demokratisch
und wenig korrupt, das hat uns auch ein dort lebender Schweizer bestätigt.
- Das sehr gut funktionierende
und kostengünstige Taxisystem auf fixen Strecken oder privat nach Bedarf.
- Und ….. die vielen Hunde und
Katzen, die sich mit sehr wenig zufrieden geben müssen und doch nie aggressiv
sind.
Einzelerlebnisse
und/oder Unterkünfte
Folgende behalten wir in besonders guter
Erinnerung:
Auf
Boa Vista:
- das Guesthouse Orchidea (wir
hatten offenbar Glück, es ist dort monatelang im Voraus ausgebucht und wir
hatten kurzfristig die Reise geplant);
-
den selber organisierten Ausflug mit einem Quad zur Playa
Santa Monica (20-30 km schönster Stand mit nur einem, allerdings riesengrossen
Hotel).
Auf
Santiago:
- das Guesthouse Strela des
Schweizers Andreas in Tarrafal
(eher wie eine Jugendherberge vom Komfort her, aber kompensiert durch
sehr freundlichen, unkomplizierten und aufmerksamen Gastgeber und durch
wunderschöne Terrasse auf dem Hausdach);
- die mehrstündige Wanderung in
der Serra Malagueta. Kann gut mit Taxi und ohne Führer von Tarrafal aus gemacht
werden.
![]() |
| Santiago,Tarrafal-Traumstrand |
Auf
Fogo:
- der gebuchte Ausflug auf dem
kleinem Fogo-Gipfel (mit dem Rundgang waren es doch 3-4 St. Wanderung) mit
einem jungen, recht gut
Französisch sprechenden Führer. Es ist auch immer beeindruckend, wie Leute wie
er keinen anderen Wohn- und Lebensort möchten, obwohl ihre Gegend harte Arbeit
verlangt, sehr karg und abgeschieden ist!
- das Colonial Guesthouse in Sao
Filippe (etwas alt, aber mit Cachet).
![]() |
| Vallée de Paùl - Chemin muletier |
Auf
Sao Vicente:
- den Stadtausflug in Mindelo,
besonders das 20-minutige Konzert von 5 Musiker (nur für uns beide) in der
Werkstatt für Gitarren und Geigenbau.
![]() |
| Sao Vicente Mindelo |
Auf
Santo Antao:
- das Guesthouse Aldeia Manga in
der Ribeira da Paùl (sehr schöne Umgebung, ruhig, feine Küche inkl. für
Vegetarier, angenehmes Personal, Schwimmteich, im Maximum 10 Gäste, dafür aber
viele Kontakte zu den anderen Reisenden;
- den zweiten organisierten
Ausflug auf Santo Antao mit Mittagessen beim Taxichauffeur und die kleine
Wanderung Ponta do Sol bis Fontainas (sehr malerisch inmitten einer
eindrücklichen Landschaft);
- die von uns organisierte
Wanderung zwischen zwei Dörfern in der Mitte der Insel (mit dem Schweizer
Reiseleiter Hans Roskamp, wohnhaft in Ponta do Sol, vor Ort gefunden dank
Reiseführer Marco Polo);
- die selber organisierte und
mehrstündige Wanderung von Cova da Paùl über den Eselspfad hinab (mit Taxi von
Ponta do Sol aus, weil uns junge Deutsche in Aldeia Manga doch von der
Machbarkeit überzeugten).
Auf
Sao Nicolau:
- die Pension Jardim (sehr
angenehmes kleines Hotel, es wurde für uns vegetarisch gekocht und das dritte
Mal sogar ganz nach unseren Wünschen; sehr kostengünstig);
- den Wanderausflug in den
Naturpark Monte Gordo (5 Std. Wanderung, teilweise über Stock und Stein,
war etwas viel für uns, denn die Angaben der Parkverwaltung waren sehr dürftig
bzw. z.T. falsch);
- das Baden in einem Naturbecken
am Meer bei Juncalinho (dank einer längeren Taxifahrt).
![]() |
| Parc Naturel Monte Gordo |
Organisation
und Betreuung
- Das Konzept unserer Reise
(Auswahl der Inseln, Dauer der Aufenthalte auf den einzelnen Inseln, Mischung
von Tagen mit und ohne im Voraus organisierte Ausflüge) war sehr gut. Die
Tage ohne im Voraus organisierte Tätigkeiten haben wir für kleine spontane
Wanderungen, Ausruhtage oder für kurzfristig beschlossene Ausflüge mit/ohne
Führung eingesetzt. Das hat sich sehr bewährt.
- Der lokale Partner von
Aquaterra, leistet vor Ort gute Arbeit und löst Probleme unkompliziert
(z.B. bei der Einreise waren unsere Visaanmeldungen nicht oder noch nicht
registriert und wir mussten um Mitternacht-Ortszeit doch noch ein Visa kaufen
und bezahlen. Über den Taxichauffeur informierten wir einige Tage später die
Agentur und bekamen das Geld dann auf Sao Vicente durch den dortigen Führer
zurück!). Generell hatten wir pro Insel 2 bis 6 Male mit vorgebuchten
Taxichauffeuren zu tun. Es waren jeweils immer die gleichen Personen, das war
sehr angenehm.
- Ebenfalls waren die von uns
oder von der Agentur gebuchten Taxichauffeure immer zuverlässig und extrem pünktlich,
auch um 05.30 am Morgen, wenn der Flug um Stunden vorverlegt wurde. Es hat
immer gekappt, unglaublich.
![]() |
| Vila das Pombas |
Zum Schluss vielen Dank an Aquaterra für die
individuelle und intensive Reisevorbereitung, denn wir haben uns sehr
kurzfristig angemeldet und der Zeitdruck war recht gross. Es hat alles geklappt
und wir haben schöne Erinnerungen an diese Reise.
Eric Frischknecht
Donnerstag, 20. Juni 2013
Uganda - unterwegs in der Perle Afrikas
Ein letzter Blick auf die Packliste: „Haben wir alles dabei? Ja, nun kann es endlich losgehen!“ Wir fliegen heute nach Uganda und werden dort eine zweiwöchige Rundreise durch die Perle Afrikas machen. Nach dem Flug landen wir voller Vorfreude in Entebbe und können gleich den typisch afrikanischen Geruch wahrnehmen, der uns schon am Flughafen auffällt. Unser Abenteuer hat begonnen.
Am Flughafen werden wir von unserem Reiseleiter Isaac in Empfang genommen, der uns mit einem freundlichen: „Willkommen in Uganda“ begrüßt. Isaac ist Ugander und spricht fließend deutsch. Er hilft uns beim Verstauen des Gepäcks im Auto und dann geht die einstündige Fahrt nach Kampala los. Während der Fahrt können wir viele kleine und kunterbunte Shops entlang der Straße entdecken. Schon von weitem sind die Hochhäuser von Kampala zu erkennen. Der stockende Verkehr und die vielen Autos, Menschen und BodaBodas (Motorradtaxis) gehören zum Alltag der ugandischen Hauptstadt.
Die erste Nacht verbringen wir in einer Lodge etwas außerhalb von Kampala mit wunderschönem Ausblick über den Viktoriasee und einem leckeren Abendessen auf der Terrasse der Lodge.
Nach dem Frühstück fahren wir in den westlich gelegenen Kibale Forest, der 13 verschiedenen Primatenarten ein Zuhause bietet. Wir passieren grüne Teeplantagen und fahren durch eine wunderschöne hügelige Landschaft. Aus der Ferne können wir sogar einen Blick auf das dritthöchste Gebirge Afrikas, das Rwenzorigebirge, werfen.
Heute Nacht schlafen wir in einem der Baumhäuser mitten im märchenhaften Kibale Forest. Die Geräusche in der Nacht sind atemberaubend. Unser Baumhaus ist 8 Minuten Fußweg vom Haupthaus entfernt und wir haben das Gefühl ganz alleine im Wald zu sein.
Am nächsten Morgen nehmen wir an einer geführten Wanderung durch den Kibale Forest teil und treffen auf wildlebende Schimpansen und viele andere Affenarten, darunter schwarz-weiße Colobusaffen und Meerkatzen. Unser Guide erzählt uns, dass der Kibale Forest die höchste Primatendichte weltweit hat und hier mehr als 1500 Schimpansen leben. Während unserer Wanderung durch den Wald entdecken wir wunderschöne Schmetterlinge und viele unterschiedliche Vögel. Die hier lebenden Waldelefanten, bekommen wir leider nicht zu Gesicht, dafür aber einen blauen Riesenturako.
Nachmittags führt uns ein lokaler Guide durch das Bigodi-Sumpfgebiet. Er zeigt uns die umliegenden Dörfer und erzählt währendessen viel über die Lebensweise der hier lebenden Menschen.
Queen Elizabeth Nationalpark
Nach einem gemütlichen Frühstück begeben wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Queen Elizabeth Nationalpark, dem zweitgrößten Nationalpark in Uganda. Dieser grenzt an das Rwenzorigebirge, den Virunga Nationalpark und den Edwardsee. Uns erwartet eine abwechslungsreiche Landschaft mit offene Savannen, Kraterseen und Tropenwald. Bei der Fahrt zu unserer Unterkunft machen wir unsere erste Pirschfahrt durch den Park und sehen viele Antilopen, Elefanten und verschiedene Vogelarten. Am Nachmittag unternehmen wir eine weitere Pirschfahrt durch den Park, der einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ein Zuhause bietet.
Die Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal, der den Edwardsee mit dem Georgesee verbindet, gehört mit zu einem absoluten Höhepunkt unserer Zeit in Uganda. Hier sehen wir so unzählig viele Hippos, wie noch nie zuvor. Außerdem können wir vom Boot aus die durstigen Elefanten und Büffel entdecken. Die riesigen Krokodile am Uferrand, die wie Baumstämme daliegen sind nicht zu übersehen. Die Bootsfahrt ist die beste Möglichkeit um die wunderschönen Eisvögel, Pelikane, Komorane und Fischadler zu beobachten. Einfach nur unbeschreiblich schön!
Der südliche Teil des Queen Elizabeth Nationalparks ist für seine baumkletternden Löwen bekannt, die in den Baumkronen nach Schatten suchen und sich dort vor der heißen Mittagssonne verstecken. Es dauert nicht lange und wir können die hellbraunen Beine in den Baumkronen entdecken und die vollgefressenen Löwen beobachten.
Nach einer abenteuerlichen Fahrt in den südwestlichsten Teil von Uganda bis zur Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und Ruanda erreichen wir hungrig und müde den Lake Mutanda. Unsere Lodge liegt direkt am See und hat einen wunderbaren Blick auf drei der Virungavulkane: Sabinyo, Gahinga und Muhabura.
Heute wird mir klar, warum in der Packliste stand, dass wir auch etwas wärmere Kleidung für kühle Abende einpacken sollen. Trotz der kühleren Temperaturen lädt der See zum Schwimmen ein – diese Chane lassen wir uns natürlich nicht entgehen! Am Abend gibt es noch ein leckeres Abendessen und einige Infos zum Gorillatracking am nächsten Tag. Wir haben das große Glück die Gorillafamilie Nkuringo besuchen zu dürfen, die aus 19 Gorillas besteht.
Gorilla Tracking
Früh am Morgen bringt Isaac uns mit ausreichend Proviant und Trinkwasser bepackt zum Startpunkt unserers Gorillatrackings, wo wir eine ausführliche Einführung bekommen. Die verantwortlichen Ranger erklären uns, wie wir uns Verhalten sollen und erzählen uns einiges über die Gorillafamilie, die wir heute besuchen werden. Dann ist es endlich soweit. Wir machen uns auf den Weg zu den Gorillas.
Die Träger helfen uns bei den besonders steilen Hängen. Nach einer fast zweistündigen Wanderung erfahren wir, dass wir eine Abkürzung, steil bergab nehmen können und dass die Gorillas ganz in der Nähe sind. Nach weiteren 30 Minuten ohne erkennbaren Weg, querfeldein, über Stock und Stein macht uns der Ranger auf die Schlafplätze der Gorillas, die wie überdimensional große Vogelnester aussehen, aufmerksam. Hier hat die Gorillafamilie ihre Nacht verbracht. Von hier aus folgen wir den Fraßspuren und weitere 30 Minuten später, hören wir die Gorillas in der Ferne. Von jetzt an sollen wir uns ruhig verhalten. Die Spannung steigt.
Nachdem die Ranger überprüft haben ob wir willkommen sind, dürfen wir uns nähern.
Der Anführer der Gruppe, der Silverback sitzt nur fünf Meter entfernt und beobachtet uns aufmerksam. Die Ranger haben uns am Morgen erzählt, dass diese Familie insgesamt vier ausgewachsene männliche Silverbacks und drei Jungtiere hat, die wir nun miteinander herumtollen sehen. Die anderen Gorillas liegen und sitzen entspannt herum und beobachten uns friedlich. Für mich war die Begegnung mit der Gorillafamilie ein unvergesslicher Moment und die Zeit mit den Gorillas ging leider viel zu schnell vorbei. Nach einer Stunde müssen wir uns leider wieder von der Gorillagruppe trennen, da wir sie nicht zu lange stören dürfen und brechen auf. Die Erinnerung an die Begegnung mit den Gorillas entschädigt uns für den anstrengenden Rückweg, den langen, steilen Hang nach oben. Unterwegs legen wir immer wieder eine Pause ein und kommen am Abend glücklich, aber sichtlich erschöpft in unserer Unterkunft an, in welcher schon ein warmes Abendessen auf uns wartet.
Entspannung am Lake Bunyonyi
Nachdem wir am nächsten Morgen ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt haben, verlassen wir den Bwindi Impentrable Forest und fahren in Richtung Lake Bunyonyi, wo wir mit einem Kanu auf eine der Inseln inmitten des Vulkansees paddeln. Hier haben wir einen Nachmittag und einen weiteren Tag Zeit, um den See per Kanu zu erkunden und Vögel zu beobachten. Die malerische Gegend um den Lake Bunyonyi ist der perfekte Ort, um sich von dem anstrengenden Gorillatracking zu erholen.
Lake Mburo Nationalpark
Völlig entspannt machen wir uns auf den Weg zum Lake Mburo Nationalpark, dem einzigen Park in Uganda, in dem Zebras leben. Aber nicht nur Zebras, sondern auch Warzenschweine, Uganda Kob und viele Topi können hier beobachtet werden. Ein kleines Highlight ist die Wanderung zu Fuß durch den Nationalpark, bei der man von einem Ranger begleitet und viel über die Tierwelt im Lake Mburo Nationalpark erfährt.
Kampala und Entebbe
Doch jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Heute begeben wir uns auf den Rückweg. Unterwegs stoppen wir am Äquator und haben die Möglichkeit handgefertigte Kunst und Souvenirs zu kaufen. Danach fahren wir weiter nach Kampala. Wir verbringen eine weitere Nacht in der Hauptstadt und bekommen von Isaac den Geheimtipp uns den Sonnenuntergang vom Diplomate Hotel aus anzuschauen.
Am nächsten Morgen fahren wir früh in Richtung Entebbe, wo wir den Botanischen Garten besuchen und uns von unserer Reisebegleitung verabschieden müssen. Wir sind uns schon jetzt sicher: das war nicht unsere letzte Reise nach Uganda und wir hoffen schon jetzt, dass wir bald wieder zurück in die Perle Afrikas kommen können. Ein Besuch des Murchison Falls Nationalpark, des Mount Elgon und des östlichen Teils von Uganda ist für das nächste Mal geplant!
Tatjana Spähn, Produktmanager Aquaterra Travel
www.imaginemag.ch
Tatjana Spähn, Produktmanager Aquaterra Travel
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