Donnerstag, 20. Juni 2013

Uganda - unterwegs in der Perle Afrikas



Ein letzter Blick auf die Packliste: „Haben wir alles dabei? Ja, nun kann es endlich losgehen!“ Wir fliegen heute nach Uganda und werden dort eine zweiwöchige Rundreise durch die Perle Afrikas machen. Nach dem Flug landen wir voller Vorfreude in Entebbe und können gleich den typisch afrikanischen Geruch wahrnehmen, der uns schon am Flughafen auffällt. Unser Abenteuer hat begonnen.

Am Flughafen werden wir von unserem Reiseleiter Isaac in Empfang genommen, der uns mit einem freundlichen:  „Willkommen in Uganda“ begrüßt. Isaac ist Ugander und spricht fließend deutsch. Er hilft uns beim Verstauen des Gepäcks im Auto und dann geht die einstündige Fahrt nach Kampala los. Während der Fahrt können wir viele kleine und kunterbunte Shops entlang der Straße entdecken. Schon von weitem sind die Hochhäuser von Kampala zu erkennen. Der stockende Verkehr und die vielen Autos, Menschen und BodaBodas (Motorradtaxis) gehören zum Alltag der ugandischen Hauptstadt.



Die erste Nacht verbringen wir in einer Lodge etwas außerhalb von Kampala mit wunderschönem Ausblick über den Viktoriasee und einem leckeren Abendessen auf der Terrasse der Lodge.
 


Der Kibale Forest Nationalpark

Nach dem Frühstück fahren wir in den westlich gelegenen Kibale Forest, der 13 verschiedenen Primatenarten ein Zuhause bietet. Wir passieren grüne Teeplantagen und fahren durch eine wunderschöne hügelige Landschaft. Aus der Ferne können wir sogar einen Blick auf das dritthöchste Gebirge Afrikas, das Rwenzorigebirge, werfen. 

Heute Nacht schlafen wir in einem der Baumhäuser mitten im märchenhaften Kibale Forest. Die Geräusche in der Nacht sind atemberaubend. Unser Baumhaus ist 8 Minuten Fußweg vom Haupthaus entfernt und wir haben das Gefühl ganz alleine im Wald zu sein.

Am nächsten Morgen nehmen wir an einer geführten Wanderung durch den Kibale Forest teil und treffen auf wildlebende Schimpansen und viele andere Affenarten, darunter schwarz-weiße Colobusaffen und Meerkatzen. Unser Guide erzählt uns, dass der Kibale Forest die höchste Primatendichte weltweit hat und hier mehr als 1500 Schimpansen leben. Während unserer Wanderung durch den Wald entdecken wir wunderschöne Schmetterlinge und viele unterschiedliche Vögel. Die hier lebenden Waldelefanten, bekommen wir leider nicht zu Gesicht, dafür aber einen blauen Riesenturako.




Nachmittags führt uns ein lokaler Guide durch das Bigodi-Sumpfgebiet. Er zeigt uns die umliegenden Dörfer und erzählt währendessen viel über die Lebensweise der hier lebenden Menschen.

Queen Elizabeth Nationalpark

Nach einem gemütlichen Frühstück begeben wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Queen Elizabeth Nationalpark, dem zweitgrößten Nationalpark in Uganda. Dieser grenzt an das Rwenzorigebirge, den Virunga Nationalpark und den Edwardsee. Uns erwartet eine abwechslungsreiche Landschaft mit offene Savannen, Kraterseen und Tropenwald. Bei der Fahrt zu unserer Unterkunft machen wir unsere erste Pirschfahrt durch den Park und sehen viele Antilopen, Elefanten und verschiedene Vogelarten. Am Nachmittag unternehmen wir eine weitere Pirschfahrt durch den Park, der einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ein Zuhause bietet.

Die Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal, der den Edwardsee mit dem Georgesee verbindet, gehört mit zu einem absoluten Höhepunkt unserer Zeit in Uganda. Hier sehen wir so unzählig viele Hippos, wie noch nie zuvor. Außerdem können wir vom Boot aus die durstigen Elefanten und Büffel entdecken. Die riesigen Krokodile am Uferrand, die wie Baumstämme daliegen sind nicht zu übersehen. Die Bootsfahrt ist die beste Möglichkeit um die wunderschönen Eisvögel, Pelikane, Komorane und Fischadler zu beobachten. Einfach nur unbeschreiblich schön!

Der südliche Teil des Queen Elizabeth Nationalparks ist für seine baumkletternden Löwen bekannt, die in den Baumkronen nach Schatten suchen und sich dort vor der heißen Mittagssonne verstecken. Es dauert nicht lange und wir können die hellbraunen Beine in den Baumkronen entdecken und die vollgefressenen Löwen beobachten.






Bwindi Impenetrable Forest

Nach einer abenteuerlichen Fahrt in den südwestlichsten Teil von Uganda bis zur Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und Ruanda erreichen wir hungrig und müde den Lake Mutanda. Unsere Lodge liegt direkt am See und hat einen wunderbaren Blick auf drei der Virungavulkane: Sabinyo, Gahinga und Muhabura.

Heute wird mir klar, warum in der Packliste stand, dass wir auch etwas wärmere Kleidung für kühle Abende einpacken sollen. Trotz der kühleren Temperaturen lädt der See zum Schwimmen ein – diese Chane lassen wir uns natürlich nicht entgehen! Am Abend gibt es noch ein leckeres Abendessen und einige Infos zum Gorillatracking am nächsten Tag. Wir haben das große Glück die Gorillafamilie Nkuringo besuchen zu dürfen, die aus 19 Gorillas besteht.

Gorilla Tracking

Früh am Morgen bringt Isaac uns mit ausreichend Proviant und Trinkwasser bepackt zum Startpunkt unserers Gorillatrackings, wo wir eine ausführliche Einführung bekommen.  Die verantwortlichen Ranger erklären uns, wie wir uns Verhalten sollen und  erzählen uns einiges über die Gorillafamilie, die wir heute besuchen werden. Dann ist es endlich soweit. Wir machen uns auf den Weg zu den Gorillas.
Die Träger helfen uns bei den besonders steilen Hängen. Nach einer fast zweistündigen Wanderung erfahren wir, dass wir eine Abkürzung, steil bergab nehmen können und dass die Gorillas ganz in der Nähe sind. Nach weiteren 30 Minuten ohne erkennbaren Weg, querfeldein, über Stock und Stein macht uns der Ranger auf die Schlafplätze der Gorillas, die wie überdimensional große Vogelnester aussehen, aufmerksam. Hier hat die Gorillafamilie ihre Nacht verbracht. Von hier aus folgen wir den Fraßspuren und weitere 30 Minuten später, hören wir die Gorillas in der Ferne. Von jetzt an sollen wir uns ruhig verhalten. Die Spannung steigt.

Nachdem die Ranger überprüft haben ob wir willkommen sind, dürfen wir uns nähern.
Der Anführer der Gruppe, der Silverback sitzt nur fünf Meter entfernt und beobachtet uns aufmerksam. Die Ranger haben uns am Morgen erzählt, dass diese Familie insgesamt vier ausgewachsene männliche Silverbacks und drei Jungtiere hat, die wir nun miteinander herumtollen sehen. Die anderen Gorillas liegen und sitzen entspannt herum und beobachten uns friedlich. Für mich war die Begegnung mit der Gorillafamilie ein unvergesslicher Moment und die Zeit mit den Gorillas ging leider viel zu schnell vorbei. Nach einer Stunde müssen wir uns leider wieder von der Gorillagruppe trennen, da wir sie nicht zu lange stören dürfen und brechen auf. Die Erinnerung an die Begegnung mit den Gorillas entschädigt uns für den anstrengenden Rückweg, den langen, steilen Hang nach oben. Unterwegs legen wir immer wieder eine Pause ein und kommen am Abend glücklich, aber sichtlich erschöpft in unserer Unterkunft an, in welcher schon ein warmes Abendessen auf uns wartet.



Entspannung am Lake Bunyonyi

Nachdem wir am nächsten Morgen ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt haben, verlassen wir den Bwindi Impentrable Forest und fahren in Richtung Lake Bunyonyi, wo wir mit einem Kanu auf eine der Inseln inmitten des Vulkansees paddeln. Hier haben wir einen Nachmittag und einen weiteren Tag Zeit, um den See per Kanu zu erkunden und Vögel zu beobachten. Die malerische Gegend um den Lake Bunyonyi ist der perfekte Ort, um sich von dem anstrengenden Gorillatracking zu erholen.

Lake Mburo Nationalpark

Völlig entspannt machen wir uns auf den Weg zum Lake Mburo Nationalpark, dem einzigen Park in Uganda, in dem Zebras leben. Aber nicht nur Zebras, sondern auch Warzenschweine, Uganda Kob und viele Topi können hier beobachtet werden. Ein kleines Highlight ist die Wanderung zu Fuß durch den Nationalpark, bei der man von einem Ranger begleitet und viel über die Tierwelt im Lake Mburo Nationalpark erfährt.















Kampala und Entebbe

Doch jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Heute begeben wir uns auf den Rückweg. Unterwegs stoppen wir am Äquator und haben die Möglichkeit handgefertigte Kunst und Souvenirs zu kaufen. Danach fahren wir weiter nach Kampala. Wir verbringen eine weitere Nacht in der Hauptstadt und bekommen von Isaac den Geheimtipp uns den Sonnenuntergang vom Diplomate Hotel aus anzuschauen.

Am nächsten Morgen fahren wir früh in Richtung Entebbe, wo wir den Botanischen Garten besuchen und uns von unserer Reisebegleitung verabschieden müssen. Wir sind uns schon jetzt sicher: das war nicht unsere letzte Reise nach Uganda und wir hoffen schon jetzt, dass wir bald wieder zurück in die Perle Afrikas kommen können. Ein Besuch des Murchison Falls Nationalpark, des Mount Elgon und des östlichen Teils von Uganda ist für das nächste Mal geplant!

Tatjana Spähn, Produktmanager Aquaterra Travel

www.imaginemag.ch


Donnerstag, 28. März 2013

Marocco: Trekking, Wüste und Königsstädte

1. Tag: 1.9.12 Frankfurt – Casablanca - Marrakech

Abflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca. Nach der Landung gab es eine für arabische Flughäfen nicht unübliche Warteschlange bei der Einreisekontrolle! Hierfür sollte man ca. 1 Stunde Zeitpuffer einplanen. Am Ausgang wurden wir dann von unserem freundlichen französischsprachigen Fahrer empfangen, der über die gut ausgebaute Autoroute nach Marrakesch brachte (Fahrzeit ca. 3 Std.). Ankunft in unserem Hotel Le Meridien N’Fis (sehr gut) um ca. 1h nachts.

  Innenhof des Hotels Le Meridien N’Fis
                                                       

2. Tag: 2.9.12 Marrakech 

Stadtbesichtigung mit einem lokalen deutschsprachigen Guide Wir wurden morgens gegen 10h von unserem Guide vom Hotel abgeholt und haben Marrakesch teilweise zu Fuß, teilweise per Auto erkundet. Der Guide sprach sehr gut Deutsch und war auch inhaltlich sehr gut qualifiziert. Marrakesch ist eine Stadt, die nie schläft und die ein reichhaltiges kulinarisches Angebot bereithält. Für die städtebaulichen Sehenswürdigkeiten halten wir in der Rückschau einen Tag (im Einklang mit unserer Planung) für ausreichend, wenn man eine Rundreise plant.

Koutoubia-Moschee (Marrakesch)
                                                     

3. Tag: 3.9.12 Marrakech - Oukaimden Plateau – Tascheddirt

Gegen 9h wurden wir von unserem Trekkingguide mit dem Auto abgeholt und zum Ausgangpunkt unserer Wandertour, dem Oukaïmeden Plateau (2600m), gebracht. Die Gehzeit am ersten Tag betrug ca. 3-4 Stunden. Unsere Karawane, die uns die folgenden Tage begleitete, bestand aus zwei Maultieren mit jeweils einem Treiber. Sowohl der Guide als auch die Treiber waren sehr bemüht die Trekkingtour zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Die erste Nacht verbrachten wir in einem kleinen Igluzelt. Drüber hinaus wurden immer noch zwei weitere Zelte aufgebaut, in dem einen wurde gekocht und in dem anderen gegessen. Wir hatten während der gesamten Trekkingtour immer ein hervorragendes Frühstück mit frisch gepressten Orangensaft und frisch zu bereiteten Pfannkuchen. Mittags machten wir immer eine ausgiebige Pause an einem wunderschönen ruhigen Ort. Das Mittagessen war immer frisch zubereitet und bestand aus einer Salatplatte sowie einem Gericht aus Reis, Couscous oder Nudeln. Das Abendessen bestand aus einer Vorspeisensuppe, einem Hauptgericht (meist einer Tajine) und Obst zum Nachtisch. Vor jeder Mahlzeit wurde auch immer der gute „Whisky Berbère“ (Minztee mit grünem Tee und reichlich Zucker) gereicht. Die kulinarische Versorgung während der Wandertour war hervorragend!

Fantastische Picknick-Platten mit vielen frischen Zutaten




4. Tag: 4.9.12 Tascheddirt - Armed

Durch bergige Landschaften und an einem wunderschönen Flussbett entlang überquerten wir zuerst den Col de Addi (3000m) und machten dann über den Col de Tamaterte den Abstieg nach Armed (Laufzeit ca. 6 Std.). Übernachtung bei einer sehr netten Familie mit Gästezimmer „Roches Armed“. Sehr schöne Ausstattung mit einem traumhaften Ausblick. Direkt um die Ecke befand sich ein Hammam, welches auch Wanderer benutzen durften. Günstig und urtümlicher als in den großen Städten, daher sehr zu empfehlen!

Unser Guide (links), einer der Maultiertreiber (rechts hinten) und ich


5. Tag: 5.9.12 Armed – Cabane Neltner

Nach dem Frühstück ging es zunächst durch die Plantagen des Dorfes, dann begann der Aufstieg zum Col de Tidlit. Dieser erste Streckenabschnitt war etwas stärker frequentiert als die übrigen Etappen, da er an der Pilgerstädte Sidi Chamharouche vorbeiführt, die die Einheimischen regelmäßig aufsuchen. Hier und dort findet man immer wieder sehr nette Verpflegungsstellen. Am Nachmittag erreichten wir schließlich den Ausgangspunkt für die Besteigung des Toubkal-Gipfels (Gesamtlaufzeit ca. 6 Std.). Hier kann sowohl gezeltet, als auch in zwei Berghütten übernachtet werden. Die Mufflon-Hütte ist neuer und noch deutlich besser in Schuss, allerdings zogen wir aufgrund der großen Schlafsäle die ohnehin eingeplante Zeltübernachtung vor.

Längere Mittagpause um der Mittagshitze zu entkommen


6. Tag: 6.9.12 Besteigung des Toubkal-Gipfels

Geplanter Aufbruch zum Toubkal war gegen 5 Uhr morgens. Leider hatten wir aber über Nacht heftigen Wind bekommen, so dass wir eine halbe Stunde später, aber immer noch in völliger Dunkelheit, losmarschierten. Der Aufstieg führte auf rauen, aber passablen Wegen die 900 Meter hinauf zum Gipfel. Die Sturmböen machten jedoch den Aufstieg zu einer echten Herausforderung, insbesondere da der Taleinschnitt, durch den der Pfad führte, die heftigen Fallwinde begünstigte. Gegen 8.30 Uhr hatten wir es geschafft und standen glücklich auf dem zweithöchsten Berg Afrikas (4.167m). Am Mittag kehrten wird dann erschöpft zu unseren Zelten zurück (Laufzeit insgesamt ca. 6 Std.) und ruhten bei gutem Essen den restlichen Tag aus, da die Höhenkrankheit sich leicht bemerkbar gemacht hatte.

Fasziniert über den tollen Ausblick

                                                    
Gipfelaufnahme mit unserem Guide (rechts)

                                               
7. Tag: 7.9.12 Cabane Neltner – Col d’Oussem

Nach einer Nacht mit noch heftigeren Sturmböen schlugen wir unser Zeltlager ab und begonnen den Wandertag zunächst mit einem kurzen Aufstieg. Der anhaltende Wind machte jedoch die Etappe beschwerlich. Nach einem ebenso beschwerlichen Abstieg hatten wir es am frühen Nachmittag auf eine Höhe von ca. 2000 m geschafft, wo die Wetterbedingungen angenehmer waren. Dort machten wir zunächst eine ausgiebige Picknick-Pause. Nach kurzer verbleibender Wanderzeit und Passieren eines schönen Wasserfalls erreichten wir unsere nagelneue Hütte auf einer wenig tiefer gelegenen Alm (Laufzeit ca. 6-7 Std.). Die Hütte hatte erst 2 Tage zuvor den Betrieb aufgenommen und wurde nur von zwei weiteren Gästen angesteuert.

Unsere Karawane beim Abstieg


8. Tag: 8.9.12 Col d’Oussem – Imi Oughlade (bei Imlil) - Ouarzazate

Durchquerung des Tals Azzaden mit seinen ockerfarbenen Felsen und der grünen Vegetation nach Imi Oughlade (Laufzeit ca. 4 Std.). Hier endet am Mittag unsere Trekkingtour und so verabschieden wir uns von unserer Karawane. Nach dem Mittagessen geht es im Anschluss mit einem Minibus zunächst nordwärts nach Ourika und weiter über den Pass Tizi n’Tichka nach Ouarzazate (Fahrzeit ca. 5 Std.). Abendessen und Übernachtung im Hotel „Die Gärten von Ouarzazate“ (sehr gut).

      Tal Azzaden
                                                                

9. Tag: 9.9.12 Ouarzazate - Tinghir

Über die restliche Reisezeit wurden wir nun von einem Fahrer begleitet. Nach dem Frühstück begann die Weiterfahrt von Ouarzazate über die Straße der 1000 Kasbah gen Osten. Auf dem Weg besichtigten wir das Kasbah von Amerhidil bei Skoura. Im Anschluss durchquerten wir nordwärts der Fernstraße N10 nach Tinghir das Tal der Rosen mit seiner fruchtbaren Oasenlandschaft. Es folgte ein Mittagessen in einer ausgezeichneten Gîte d’Etape (Tamalout) und anschließend die Weiterfahrt zur Dades-Schlucht. Nach einer kurzen Besichtigung mit zahlreichen Foto-Stopps kehrten wir zurück und erreichten über die N10 die Stadt Tinghir. Abendessen und Übernachtung waren hier im Hotel Kasbah Tomboctou in Tinghir gebucht. Das Hotel ist geringfügig weniger komfortabel, hat allerdings ein sehr geschmackvolles Ambiente und sehr freundliches Personal.

Kasbah Amerhidil bei Skoura an der Straße der 1000 Kasbah


10. Tag: 10.9.12 Tinghir – Todraschlucht – Palmenhain – Tinghir

Nach dem Frühstück Transport zur wunderschönen und eindrücklichen Todraschlucht. Hier startet unsere Wanderung mit einem lokalen Guide durch eine Landschaft mit zerklüfteten Bergen (Laufzeit 3-4 Std.). Nach einem Mittagessen ging es durch die beeindruckende Palmenoase Richtung Innenstadt von Tinghir. Erneutes Abendessen und Übernachtung im Hotel Kasbah Tomboctou.

Palmenoase von Tinghir
                                                            

11. Tag: 11.9.12 Tinghir – Merzouga - Erg Chebbi

Nach dem Frühstück Fahrtantritt in Richtung Merzouga (Fahrzeit ca. 4 Stunden) in das Hotel Nomad Palace am Wüstenrand. Das Hotel ist ein einfaches 3- Sterne-Haus, mit allerdings überaus engagierten und serviceorientierten Mitarbeitern. Die Hotelanlage wirkte zudem sehr gut gepflegt. Nach einem Mittagessen und anschließender Ruhephase am Pool begann die Dromedartour erst gegen Abend, da die Temperaturen in der Sonne während des frühen Nachmittags auch im September noch über 40 Grad lagen. Einen Teil des Gepäcks deponierten wir in unserem Hotelzimmer. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang, den wir aus den Dünen heraus beobachteten, erreichten wir gegen 19.30 Uhr das Camp am Rand des Dünengebiets. Gemeinsames Abendessen mit anderen Teilnehmern und Übernachtung in Gruppenzelten.



Dromedar-Trekkingtour


                                                             



12 Tag: 12.9.12 Erg Chebbi – Merzouga

Nach dem Sonnenaufgang und anschließendem Frühstück ging es zurück zum Hotel Nomad Palace. Ruhetag am Pool und Abends Besuch einer nahegelegenenSiedlung sudanesischer Einwandererfamilien, die uns mit Gnaoua-Musik beglückten. Abendessen und Übernachtung im Hotel.



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Hotel Taddart in Midelte
                                                           
14. Tag: 14.9.12 Midelte – Fès

Weiterreise über den Col du Zad (2.178 m) und auf der Passstraße Kandar nach Ifrane im mittleren Atlas. Auf einem Hügel nahe einem Zedernwald konnten wir wild lebende Affen beobachten und füttern. Ankunft am Nachmittag in Fès und erste eigenständige Besichtigungen von Fès el Jdid (Neues Fès). Abendessen und Übernachtung im Hotel Volubulis (4-Sterne, im Zimmer lediglich etwas störende Zwischentüren zum Nachbarraum, die Lärm und Zigarettenrauch durchlassen).

Unser Fahrer füttert die wilden Affen
                                                    

15. Tag: 15.9.12 Fès

Stadtbesichtigung der berühmtesten der 4 Königsstädte Marokkos mit einer lokalen Führerin. Von allen Städten hat uns Fès aufgrund seines urtümlichen Charakters, insbesondere der alten Handwerksbetriebe, und der vielen baulichen Sehenswürdigkeiten am besten gefallen. Daher sollte hier auch ausreichend Zeit eingeplant werden, um die Altstadt mit ihren Koranschulen, der Karaouine- Moschee und –Universität sowie den einzelnen Souks zu besichtigen. Am Abend erneut Abendessen und Übernachtung im Hotel Volubulis.

Gerberei in Fès
                                                                    

16. Tag: 16.9.12 Fes – Meknes - Rabat

Nach dem Frühstück Fahrt zu den römischen Ruinen von Volubilis, anschließend Weiterfahrt nach Meknès. An diesem Tag war das Tagesprogramm zeitlich etwas knapp bemessen, da wir für Meknès nur gute 2 Stunden Besichtigungszeit hatten. Um dennoch möglichst viel von der Stadt zu sehen, gelang es unserem Fahrer, uns kurzfristig einen qualifizierten Stadtführer für eine anderthalbstündige Führung zu organisieren. Auch in dieser Stadt gibt es einiges zu sehen, wie z.B. das Mausoleum von Moulay Ismail, der die Stadt im 18. Jahrhundert zum „Versailles Marokkos“ machte oder das berühmte Stadttor Bab Mansour. Anschließend fuhren wir weiter nach Rabat, wo wir uns im komfortablen Hotel Le Diwan Rabat – Mgallery Collection einquartiert hatten.

Ruinen von Volubilis
                                                                   

17. Tag: 17.9.12 Rabat - Casablanca

Der halbe Tag in Rabat sollte effizient genutzt werden, denn auch diese Stadt hat vieles zu bieten. Hier kann allerdings problemlos eine Stadtbesichtigung ohne Guide gemacht werden. Am Mittag Weiterreise nach Casablanca. Dort erwartete uns eine 30-minütige Besichtigung der Moschee Hassan II. Eigentlich war im Anschluss eine Stadtrundfahrt mit einem lokalen Guide vorgesehen, leider hatten wir uns aber in Rabat in einem Fischrestaurant etwas den Magen verdorben und bevorzugten daher den direkten Transfer zu unserem Hotel Le Royal Mansour Méridien.



Moschee Hassan II in Casablanca
                                                     


18. Tag: 18.9.12 Casablanca

Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.



Generelle Anmerkung 

Uns hat am besten die Trekkingtour gefallen, die Landschaft ist einfach Atem beraubend und die Einheimischen sind sehr freundlich. In den Städten begegnet man auch freundlichen, aber teils etwas aufdringlichen und geschäftstüchtigen Menschen. Generell sollte man niemandem hinterherlaufen, der einem die Stadt oder einfach den Weg zeigen will, da man so schnell unnötig Geld loswird. Wenn man sich an die landesüblichen Gepflogenheiten (z.B. hinsichtlich Trinkgeldern) hält und sich mit dem Preisniveau vertraut macht, steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Wege. Für uns war es eine traumhafte Reise – VIELEN LIEBEN DANK!

























Donnerstag, 8. November 2012

Gewinnen Sie 2 Eintrittskarten zur "Mother Africa Show" oder dem "Soweto Gospel Chor"

Der Mother Africa Circus besticht durch seine zauberhafte Vielfalt und eine unglaubliche Leichtigkeit. Durch die einzigartige Akrobatik, die mitreißende Live-Musik und die in der afrikanischen Kultur verwurzelten Tanz-Choreographien, wird Mother Afrika zu einem fesselnden Erlebnis. Zu dem gehen 50 Cent jeder Verkauften Eintrittskarte an das Hilfsprogramm „Viva con Aqua“, das zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Afrika beitragen soll.  



Mit ursprünglichen afrikanischen Rhythmen, einer ungeheuerlichen Stimmgewalt und der großen Bandbreite ihres Repertoires stellen sie die Hörgewohnheiten der Gospelfans auf den Kopf. Zudem sind sie mit ihren traditionellen Gewändern auch ein optischer Augenschmaus. 


Montag, 22. Oktober 2012

Madagaskar Erlebnisreise


Nach der Landung in Antananarivo  muss man sich auf ein zeitraubendes Prozedere der Passkontrolle bei der Einreise gefasst machen (über eine Stunde anstehen). Dann wollten wir beim (einzigen) Geldautomaten auf dem Flughafen Finanzen beschaffen, aber das Gerät funktionierte nicht, weder mit der Travelcash- karte noch mit der VISA Karte. Eine Wechselstube wechselte einen geringen Betrag von Euros.

Lemuren sind Halbaffen. Sie sind die charakteristischen Tiere Madagaskars    
Der Abholdienst am Flughafen funktionierte einwandfrei: Wir haben unseren Driver sofort gefunden. Das Hotel Carlton war i.O., scheinbar ist es ein Zentrum für Kongresse. Das Frühstück war reichhaltig. Das Zimmer war mückenfrei. In der Wechselstube des Hotels kann man einheimische Währung beschaffen.

Eine für das Hochland typische Landschaft
Wir starteten am folgenden Tag zur ersten Etappe, rund 370 km weit, für Madagaskar eine weite Reise denn: Die Strasse ist reich an Kurven. Die Fussgänger verkehren auf der Strasse. Um 1800 Uhr sollte man unbedingt im Hotel einkehren, weil die Strasse während der Nacht unsicher ist.

So sieht es im durchschnittlichen Dorf aus. Man trifft sich auf der Strasse. Wenn ein Auto kommt, öffnet sich eine Gasse, hinten schliesst sie sich wieder, wie bei einem Reissverschluss.
Es hat sich gelohnt, eine Individualreise zu buchen. Der Fahrer war gut selektioniert. Er hat sich um uns gekümmert, Probleme gelöst, Auskünfte gegeben und nicht zuletzt ist er „anständig“ gefahren. Seine Englischkenntnisse waren gut. Unterwegs im Hochland sahen wir aus rotem Lehm gebaute Häuser, Reisterassen, viele Handwerker bei ihrer Arbeit und das in einer abwechslungsreichen Landschaft. Wir besuchten eine Pfannengiesserei. Da wurde mit den einfachsten Mitteln Metall verflüssigt und in Formen gegossen. Das Team von Arbeitern war gut eingespielt: Nicht jedermann würde die Giessform nacktfüssig beschweren, wenn gleich daneben flüssiges Metall eingefüllt wird.

Ein paar junge Männer stellen Pfannen her. Sie schmelzen das Metall und giessen es in Formen    
Abends erreichten wir Ambositra und wurden im Hotel Artisan einquartiert. Das war der Schwachpunkt der Reise. Das Badezimmer hatte lamellenförmige Fenster, welche keinen Schutz vor Mücken boten. Es hatte Mücken und wir mussten unser eigenes, mitgebrachtes Moskitonetz aufspannen. Das Zimmer war eng.  Am Morgen mussten wir als erstes den Laden der Hotelbesitzerin besuchen.

Der Driver führte uns zu einer Bank, die Euros wechselte. Beim Nachzählen legte er selbst Hand an. Der Botanische Garten von Ikelilalina war i.O. und die Begleitung, die wir hatten, kannte sich in bemerkenswerter Weise aus. Die Setam Lodge (beim Ranomafana Park) war in allen Bezügen einwandfrei. Die Wanderung im Park war ergiebig.


Am nächsten Tag erkundeten wir das Hochland, besuchten eine Papierfabrik, eine Seidenweberei und den Tierpark Anja. Besonders im Tierpark wurden wir familiär behandelt: „Papa watch out“, „Mama look there“. Wir fühlten uns fast wie zu Hause.

Die Isalo Rock Lodge war das Highlight der Reise. Die Anlage ist total abgelegen und bietet dennoch höchsten Komfort. Die Sicht auf die Felsen ist eindrücklich. Und das „Sonnenfenster“ gab wirklich gute Aufnahmen. Die Exkursion in die Felslandschaft des Parkes war unvergesslich. Die Führung war wieder kompetent und freundlich. Der Geländewagen war zwar eigentlich ein ausgemusterter PW, aber er versah seinen Dienst.

Das Portrait eines Katta, einer Lemurenspezies. Kattas sind leicht an ihrem schwarz weiss geringelten Schwanz zu erkennen.
In einer letzten Etappe fuhren wir bis Ifaty. Die Landschaft ist eindrücklich, die Vegetation verändert sich innerhalb von kurzen Distanzen. Der Besuch im Arboretum war lohnend, die Führung sehr kompetent.

Les Dunes stellte einen bequemen Geländewagen zur Verfügung. Das Hotelzimmer war sehr geräumig. Das Badezimmer war allerdings antiquiert. Bei Ebbe gibt es einen schmalen Strand, bei Flut kommt das Wasser bis zur Mauer und bedeckt den Strand.  „Wassersport“ wird eigentlich nicht zur Verfügung gestellt. Man kann mitsegeln, schnorcheln. Wir wählten die dritte Variante und besuchten einen nahegelegenen Park mit seltenen Pflanzen. Wir hatten am Vortag den Transport bestellt,  aber unsere Bestellung wurde von den Hotelangestellten  vergessen. Das bedeutete, dass wir zu Fuss gehen mussten (kein Zebukarren). Später kam dann ein Wagen. Die Führung war wieder sehr gut.

Frosch
Die Rückreise in die Hauptstadt war etwas mühsam. Die Abfertigung verlangte auch hier sehr viel Geduld und das Flugzeug hatte rund eine Stunde Verspätung. Die Exkursion nach Ambohimanga lohnt sich eigentlich nicht. Der Lemurenpark und der Botanische Garten waren etwas karg. Eine grössere Diskussion ergab sich mit den Hotelangestellten des Carlton Hotels wegen dem Tageszimmer vor dem Abflug. Das Hotel wollte nichts von einer Reservation wissen, obwohl sie einen Voucher erhalten hatten. Erst der Driver konnte das Problem lösen.

Im tropischen Klima gedeiht der Reis. Hier pflanzen die Frauen Reis    
Fazit: Die Reise hielt, was sie versprach. Der Fahrer war sehr liebenswürdig, hilfreich, bestimmt und absolut zuverlässig. Seine Fahrweise war i.O. Die Guides warenüber durchschnittlich  gut ausgebildet und informiert. Ihre Kenntnisse von Fremdsprachen waren gut. Die Hotels waren besser als erwartet. Weil die Regenzeit noch nicht begonnen hatte, war die Vegetation gelb, dafür gab es so gut wie keine Mücken.

Die Betreuung vor der Reise war traumhaft gut!!

Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen, A. Schwarzenbach